Die Frankfurter Allee ist mit
60.000 bis 70.000 Fahrzeugen täglich eine der am stärksten belasteten
Einfallstraßen Berlins (Quelle: Digitaler Umweltatlas der
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung). Die hier gemessenen
Feinstaubwerte sind regelmäßig die
höchsten in der ganzen Stadt. Obwohl
die Frankfurter Allee nicht gerade zum gemütlichen Einkaufsbummel
einlädt, sind die Geschäfte (und vor allem Ring-Center 1 und 2) aber
gut
besucht.
Radfahrer fahren auf der
Frankfurter
Allee überwiegend auf einem als Radweg gekennzeichneten Bereich des
Bürgersteigs. Dadurch kommt es immer wieder zu Konflikten mit
Fußgängern bzw. Fahrgästen an den
U-Bahnausgängen.
Eine löbliche
Ausnahme ist der Straßenabschnitt am Ring-Center 1 (westlich der
Eisenbahnbrücke). Hier, unmittelbar am U-Bahnhof Frankfurter Tor, gibt
es seit Kurzem eine Radspur auf der Fahrbahn. Den dazu nötigen Platz
musste der Mittelstreifen abgeben.
Möglich
wurde dieser Umbau, weil sich die Betreiber des
Ring-Centers an den Kosten beteiligten. Ergebnis: Radfahrer und
Fußgänger kommen sicherer an ihr Ziel und vor den Eingängen des
Ring-Centers ist mehr Platz. Platz, der zum Teil für weitere
Fahrradbügel genutzt wurde.
Zwar kommt
nur ein kleinerer Teil der Kunden per Rad (die große Mehrheit der
Besucher im Ring-Center nutzt die gute U- und S-Bahnanbindung), doch
die im überdachten
Eingangsbereich aufgestellten Bügel reichen schon lange nicht mehr aus.
Wohlgemerkt: Die hier dokumentierten
Bilder stammen aus dem November 2007.
Sie
zeigen, dass auch außerhalb der Fahrradsaison eine rege Nachfrage nach
Abstellplätzen für Fahrräder besteht - vorausgesetzt, es handelt sich
wie hier um vernünftige Bügel, die es gestatten, das Rad sicher und
standfest abzustellen.
Um die
Situation
für Radfahrer allgemein zu verbessern und die Aufenthaltsqualität auf
der Straße zu erhöhen, schlägt der BUND vor, die Frankfurter Allee ab
der Ringbahn stadteinwärts auf zwei Spuren pro Richtung zurückzubauen
und eine Radspur auf der Fahrbahn einzurichten. Die Vorteile: Lärm- und
Abgasemissionen gehen zurück und Fußgänger können von Radfahrern
ungestört flanieren. Der freiwerdende Platz an den Straßenrändern
könnte einer Begrünung sowie zusätzlichen Fahrradbügeln zugute kommen -
wie nötig weitere Abstellmöglichkeiten sind, zeigen die
vielen „wild“ abgestellten Räder am S-Bahnhof Frankfurter
Allee.
Viele,
die mit dem Rad zur Arbeit oder zum Einkaufen fahren, würden die
Frankfurter Allee gern umfahren.
Dazu bietet sich eigentlich die Rigaer Straße an - wäre da nicht das
Kopfsteinpflaster. Im Zuge der Straßenerneuerungen sollte sie ebenso
wie die Gärtnerstraße, die eine gute
Nord-Süd-Verbindung im Nebenroutennetz schafft,
asphaltiert werden.
Um den aktuellen Bedarf zu decken und für zukünftige Herausforderungen gerüstet zu sein, empfiehlt es sich, die Zahl der Fahrradparkplätze an der Frankfurter Allee nahezu zu verdoppeln. Der Kartenausschnitt unten zeigt, wo bei heutigem Straßenquerschnitt Bügel sinnvollerweise aufgestellt werden sollten. Besonderer Handlungsbedarf besteht am Eingang des S-Bahnhofs bzw. auf der Rückseite des Ring-Centers 1, da hier nicht nur Einkäufer, sondern auch S-Bahnfahrgäste ihre Räder abstellen. Da der Platz dort sehr knapp ist, muss hier eine maßgeschneiderte Lösung her.

Download Übersicht Fahrradstellplätze an der Frankfurter Allee (PDF, 602 KB)
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